Insulinresistenz und Herzinsuffizienz

22-10-2012  Typ2  

 

Unabhängig von anderen kardiovaskulären Risikofaktoren ist eine Insulinresistenz mit der Entwicklung einer Herzinsuffizienz assoziiert und möglicherweise das Bindeglied zwischen Adipositas und Herzinsuffizienz, so die Autoren.

Diabetes mellitus Typ 2 und Adipositas sind nachgewiesene Risikofaktoren für die Entwicklung einer Herzinsuffizienz und beide eng mit einer Insulinresistenz assoziiert.

 

In einer aktuellen, prospektiven Kohortenstudie wurde der Zusammenhang zwischen Insulinresistenz und Herzinsuffizienz-Risiko untersucht.

 

E. Ingelsson et al. aus Schweden haben 1187 Männer im Alter von 70 Jahren und älter untersucht, bei denen zu Studienbeginn weder eine Herzinsuffizienz noch eine Gefäßerkrankung vorlag Zahlreiche bekannte kardiovaskuläre Risikofaktoren (Diabetes, Hypertonus, Linksherzhypertrophie, Rauchen, Cholesterin-Spiegel) sowie verschiedene Stoffwechselparameter als Indikatoren einer Insulinresistenz wurden bestimmt. Primärer Endpunkt war die erstmalige Krankenhauseinweisung aufgrund einer Herzinsuffizienz.

 

Im Laufe des Follow-ups von durchschnittlich 8,9 Jahren entwickelten 104 Männer eine Herzinsuffizienz. Im multivariablen Cox proportional hazard Modell waren nach Kontrolle zahlreicher bekannter Risikofaktoren folgende Parameter eines gestörten Glukosestoffwechsels signifikant mit einem erhöhten Herzinsuffizienz-Risiko assoziiert: 2-Stunden-Glukose-Wert im oGTT (Hazard ratio [HR] 1,44, 95%-Konfidenzintervall [KI] 1,08-1,93), Nüchtern-Proinsulin-Spiegel im Serum (HR 1,29; KI 1,02-1,64), Body-Maß-Index (HR 1,35; KI 1,11-1,65), Taillenumfang (HR 1,36; KI 1,10-1,69) sowie Glukoseinfusionsrate im euglykämischen hyperinsulinämischem Clamp-Versuch (HR 0,66; KI 0,51-0,86).

JAMA 2005; 294: 334-341